TorfersatzFachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Überblick

Seit Jahresbeginn 2021 ist die FNR im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für die Themen Moorbodenschutz und Torfminderung zuständig. Klimawirksame Maßnahmen in diesen Bereichen sind ein Bestandteil des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung. Das BMEL stellt hierfür 2021 ca. 55 Mio. € aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ (EKF) zur Verfügung. Die FNR ist vom BMEL beauftragt, Forschungs- und Entwicklungs- sowie Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Moorbodenschutz als Projektträger zu betreuen.

Naturnahe Moore entziehen der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid und speichern den Kohlenstoff langfristig im Torf.

Moorbodenschutz

Ursprünglich waren 5 % Deutschlands von Mooren bedeckt.Durch anthropogene Einflüsse ist der Flächenanteil auf 3,6 % zurückgegangen, das entspricht in etwa 1,28 Mio. ha verbliebene Moore. Für die Land- und Forstwirtschaft, Infrastruktur und den Torfabbau wurden diese Flächen größtenteils trockengelegt. Die am häufigsten auftretende Nutzungsart ist Grünland.

Die Entwässerung intakter Moore führt zu erheblichen klimarelevanten Treibhausgasemissionen: Sie machen mehr als ein Drittel der THG-Emissionen der heimischen Landwirtschaft aus. Damit ist die Klimawirkung landwirtschaftlich genutzter Moorböden gleichzusetzen mit der Tierhaltung. Durch den Anbau von Paludikulturen ließen sich die CO2-Emissionen erheblich reduzieren. Neben dem Schutz intakter Moorböden ist daher eine Wiedervernässung der heutigen degradierten Torfgebiete zur Wiederherstellung der einstigen Kohlenstoffsenken bedeutend.

Weitere Informationen zum Moorbodenschutz finden Sie hier