TorfersatzFachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Moorbodenschutz und Paludikultur

Förderung von Landwirtschaft auf nassen Moorflächen

Klimaschutz, Einkommen und Biodiversität – gemeinsam mit Landwirten

Klimawirksame Maßnahmen zum Schutz von Moorböden sowie die Minderung des Einsatzes von Torf sind wichtiger Bestandteil des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung.

Mit Stand März 2024 fördert das BMEL im Bereich Moorbodenschutz zehn Forschungsverbünde mit 54 Teilvorhaben sowie ein Einzelvorhaben mit einem Finanzvolumen von insgesamt 75,6 Millionen Euro. 

 

Moorlandschaft

Moore zählen zu den größten Kohlenstoffspeichern der Erde. (Bild: Christian Schwier/stock.adobe.com)

Förderung auf Ebene der Bundesländer

Nasse Moorbewirtschaftung und Paludikulturen

In folgenden Bundesländern werden 2024 nasse Moorbewirtschaftung und Paludikulturen gefördert:

Brandenburg – Förderrichtlinie Klima-/Moorschutz - investiv
U. a. Einführung/Erprobung von Verfahren zur Erzeugung und Verwertung von Biomasse aus moorschonender Bewirtschaftung mit wissenschaftlicher Begleitung: Bis zu 60 % bezogen auf die Abschreibung der erworbenen Technik/Technologien. 

Im Rahmen des Förderprogramms können Zuschüsse für moorschonende Bewirtschaftungsverfahren, für Investitionen zur Verwertung von Moorbiomasse und auch für Investitionen in ein klimafreundliches Staumanagement bzw. für Moorrenaturierungsmaßnahmen beantragt werden.

Aufgrund der Komplexität der Förderrichtlinie wird empfohlen, sich zur grundsätzlichen Orientierung zunächst den Steckbrief anzuschauen.

Weitere Informationen zur Förderrichtlinie stellt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) des Landes Brandenburg hier zur Verfügung:

https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/service/foerderung/fachuebergreifend/rl-klima-moorschutz-investiv/

Bayern – KULAP – Moorschonende Bewirtschaftung „Moorbauernprogramm“ M
U. a. Anbau von Paludikulturen mit Stauziel: 2.200 EUR/ha
https://www.stmelf.bayern.de/foerderung/foerderung-von-agrarumweltmassnahmen-in-bayern/index.html

Schilf als Paludikultur

Pilotvorhaben zum Moorbodenschutz (BMUV)

Der Moorschutz ist bereits fest im Klimaschutzprogramm 2030 im Rahmen des Klimaschutzplans 2050 verankert. Zur Erprobung und Weiterentwicklung nasser Bewirtschaftungsweisen setzt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) mehrere Pilotvorhaben zum Moorbodenschutz um.

In diesem Rahmen fördert das BMUV Projekte zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Moorböden in Höhe von insgesamt 48 Millionen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren (2021-2031). Zuständige Projektträgerin ist die Zukunft –Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

Weitere Informationen finden Sie unter:

 

Förderrichtlinie für Natürlichen Klimaschutz in kommunalen Gebieten im ländlichen Raum (BMUV)

Die Bundesregierung hat sich mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) zum Ziel gesetzt, den allgemeinen Zustand der Ökosysteme in Deutschland deutlich zu verbessern, ihre Klimaschutzleistung zu stärken und damit einen dauerhaften Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. 

Mit der Förderrichtlinie für Natürlichen Klimaschutz in kommunalen Gebieten im ländlichen Raum sollen Kommunen für die Umsetzung von Maßnahmen auf dem Gebiet des Natürlichen Klimaschutzes gewonnen werden.

Gefördert werden Projekte auf möglichst großen öffentlichen, nicht wirtschaftlich genutzten Flächen, die einen positiven Beitrag für den Klimaschutz und den Erhalt oder die Stärkung der biologischen Vielfalt leisten (Natürlicher Klimaschutz) und die Lebensqualität in Landkreisen, Städten und Gemeinden erhöhen. 

Mit der Umsetzung der Fördermaßnahme hat das BMUV (Zuwendungsgeber) die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH als Projektträgerin beauftragt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: BMUV: Förderrichtlinie für Natürlichen Klimaschutz in kommunalen Gebieten im ländlichen Raum | Download